MorgenFund informiert: Diversifikation & Risikostreuung

Diversifikation und Risiko im Portfolio 

Grundlagen für eine strukturierte Geldanlage

Wie Diversifikation und Risikostreuung im Portfolio zusammenspielen und welche Rolle die Struktur und Gewichtung verschiedener Anlageklassen dabei haben. Ein ausgewogener Portfolioaufbau verteilt Risiken auf mehrere Bausteine wie Aktien und Anleihen.
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Mann sitzt entspannt im Sessel, hält ein Handy in der Hand.

Was ist Diversifikation?

Diversifikation beschreibt die Verteilung eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Märkte. Ziel ist es, nicht von der Entwicklung einzelner Wertpapiere oder Märkte abhängig zu sein. In der Praxis bedeutet Diversifikation beispielsweise, dass ein Portfolio aus mehreren ETFs bestehen kann, die unterschiedliche Märkte oder Anlageklassen abdecken.

Risikostreuung

Durch die Aufteilung auf verschiedene Märkte und Anlageklassen kann das Risiko einzelner Entwicklungen begrenzt werden.

Klare Struktur

Diversifikation unterstützt einen strukturierten Portfolioaufbau mit verschiedenen Anlageschwerpunkten.

Unterschiedliche Entwicklungen

Märkte und Anlageklassen reagieren unterschiedlich auf wirtschaftliche und politische Einflüsse.

Von fokussierten Anlagen zur Diversifikation

Wer ausschließlich in einzelne Wertpapiere oder stark fokussierte Märkte investiert, ist in hohem Maße von deren Entwicklung abhängig. Entwickelt sich ein einzelner Titel oder ein bestimmter Markt schwächer als erwartet, kann sich das entsprechend stark auf das gesamte Investment auswirken.

Ein breit diversifiziertes Portfolio verteilt diese Abhängigkeit auf mehrere Regionen, Märkte oder Anlageklassen. Dadurch wird nicht auf einzelne Entwicklungen gesetzt, sondern auf eine strukturierte Zusammensetzung verschiedener Bausteine.

Lachende Frau sitzt im Schneidersitz, hält ein Tablett in der Hand.
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  • Starke Fokussierung: Ein einzelner Titel oder ein regionaler Schwerpunkt (z. B. nur der US-Markt) kann das Portfolio stark prägen.
  • Abhängigkeit von Einzelentwicklungen: Politische, wirtschaftliche oder branchenspezifische Ereignisse wirken sich unmittelbar aus.
  • Breitere Aufstellung: Ein diversifiziertes Portfolio berücksichtigt mehrere Märkte und reduziert die Abhängigkeit von einzelnen Faktoren.
  • Struktur statt Einzelentscheidung: Die Zusammensetzung folgt einer klaren Aufteilung statt einzelner Auswahlentscheidungen.

ETF-Musterportfolios zeigen beispielhaft, wie eine solche strukturierte Diversifikation umgesetzt werden kann.

Diversifikation im Portfolio

Wie setzt sich ein diversifiziertes Portfolio zusammen?

Diversifikation im Portfolio bedeutet, Kapital auf unterschiedliche Assetklassen zu verteilen. Ziel ist es, Abhängigkeiten von einzelnen Märkten oder Wertentwicklungen zu reduzieren und das Portfolio insgesamt ausgewogener aufzustellen. Eine zentrale Rolle spielen dabei häufig Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe, da sie sich in ihrer Ertragsquelle, ihrem Risikoprofil und ihrer Wertentwicklung unterscheiden.

Darüber hinaus existieren weitere Assetklassen wie beispielsweise Liquidität, alternative Investments, Krypto oder Private Markets, die je nach Anlageziel und Risikobereitschaft ergänzend eingesetzt werden können. Die dargestellte Zusammensetzung dient lediglich als Beispiel und stellt keine allgemeingültige Portfolioempfehlung dar.

Aktien

Aktien sind Unternehmensbeteiligungen, mit denen Anleger an der wirtschaftlichen Entwicklung eines Unternehmens teilhaben. Ihr Wert wird langfristig durch Gewinne und Marktentwicklung bestimmt.

Als wachstumsorientierte Anlageklasse unterliegen Aktien jedoch stärkeren Schwankungen und reagieren sensibel auf wirtschaftliche, politische und unternehmensspezifische Faktoren.

Anleihen

Anleihen sind festverzinsliche Wertpapiere, bei denen Anleger einem Emittenten Kapital zur Verfügung stellen und dafür regelmäßige Zinszahlungen sowie die Rückzahlung zum Laufzeitende erhalten.

Sie gelten als stabilisierende Anlageklasse. Ihre Wertentwicklung wird vor allem von der Zinsentwicklung, der Laufzeit und der Bonität des Emittenten beeinflusst.

Rohstoffe

Rohstoffe umfassen physische Güter wie Edelmetalle, Energieprodukte oder Agrarrohstoffe. Anleger investieren direkt oder über Finanzinstrumente und partizipieren an deren Preisentwicklung.

Sie dienen häufig der Diversifikation, unterliegen jedoch teils starken Schwankungen, die von Angebot und Nachfrage, geopolitischen Ereignissen und konjunkturellen Entwicklungen abhängen.

Immobilien

Immobilien sind Sachwerte wie Wohn- oder Gewerbeobjekte. Anleger partizipieren an laufenden Mieteinnahmen sowie an möglichen Wertsteigerungen. Investitionen sind direkt oder über Fonds und börsengehandelte Immobilienprodukte möglich.

Immobilien gelten als vergleichsweise stabile Anlageklasse zur Diversifikation. Ihre Wertentwicklung hängt unter anderem von Lage, Marktnachfrage, Zinsniveau und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen ab.

Musterallokation Defensiv vier Assetklassen
Morgenfund GmbH

Defensiv

Portfolios mit defensiver Ausrichtung weisen in der Regel eine niedrige Aktienquote von etwa 10 % bis 30 % auf. Der Schwerpunkt liegt auf defensiveren Anlageklassen, um Schwankungen zu begrenzen.

  • Niedrige Aktienquote (ca. 10–30 %)
  • Höherer Anteil defensiver Anlageklassen
  • Geringere Schwankungsintensität
  • Marktrisiken bleiben bestehen
Musterallokation Ausgewogen vier Assetklassen
Morgenfund GmbH

Ausgewogen

Ausgewogene Portfolios kombinieren Aktien und defensivere Anlageklassen meist in einem mittleren Verhältnis von etwa 40 % bis 60 % Aktien. Ziel ist eine ausgewogene Struktur mit unterschiedlichen Bausteinen.

  • Mittlere Aktienquote (ca. 40–60 %)
  • Kombination aus Aktien und defensiven Bausteinen
  • Ausgleich zwischen Chancen und Schwankungen
  • Breite Diversifikation
Musterallokation Offensiv vier Assetklassen
Morgenfund GmbH

Offensiv

Wachstumsorientierte Portfolios setzen stärker auf Aktien und weisen häufig eine hohe Aktienquote von etwa 70 % bis 90 % auf. Dadurch reagieren sie sensibler auf Marktentwicklungen.

  • Hohe Aktienquote (ca. 70–90 %)
  • Geringerer Anteil defensiver Anlageklassen
  • Stärkere Reaktion auf Marktentwicklungen
  • Höhere Schwankungsintensität möglich

Diversifikation in der Praxis

Diversifikation lässt sich auf unterschiedliche Weise umsetzen. Unsere Partner veranschaulichen anhand von Musterportfolios, wie Portfolios aus verschiedenen Anlageklassen strukturiert sein können.

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Partner-Spotlight: extraETF 

extraETF ist eine unabhängige Informationsplattform rund um ETFs und Geldanlage. Sie bietet Inhalte zu ETFs, Portfolio-Strukturen und Anlagestrategien. extraETF erstellt ETF-Musterportfolios, die beispielhaft zeigen, wie unterschiedliche Portfolioaufteilungen aussehen können und verschiedene Ansätze zur Diversifikation veranschaulichen.

Zu den extraETF Musterportfolios

Häufig gestellte Fragen

Was ist Diversifikation bei der Geldanlage?

Diversifikation bezeichnet die gezielte Verteilung eines Portfolios auf verschiedene Anlageklassen, Regionen und Märkte. Ziel der Diversifikation ist es, das Risiko zu reduzieren, das durch die Abhängigkeit von einzelnen Wertpapieren oder Märkten entsteht, und die Stabilität der Geldanlage zu erhöhen.

Warum ist Diversifikation für ein Portfolio wichtig?

Diversifikation hilft, Risiken im Portfolio zu streuen. Entwickelt sich ein Markt oder eine Anlageklasse negativ, können andere Portfolio­bestandteile diese Entwicklung teilweise ausgleichen. Eine breite Risikostreuung kann Schwankungen reduzieren und das Portfolio ausgewogener gestalten.

Wie trägt Risikostreuung zur Stabilität eines Portfolios bei?

Risikostreuung verteilt das investierte Kapital auf unterschiedliche Märkte und Anlageklassen, die sich oft unterschiedlich entwickeln. Dadurch wird das Gesamtrisiko des Portfolios begrenzt, da nicht alle Bestandteile gleichzeitig von denselben wirtschaftlichen oder politischen Ereignissen betroffen sind.

Welche Anlageklassen eignen sich für eine diversifizierte Geldanlage?

Für eine diversifizierte Geldanlage werden häufig Aktien, Anleihen, Immobilien und Rohstoffe kombiniert. Diese Assetklassen unterscheiden sich in Ertragschancen, Risikoprofilen und Wertentwicklung. Je nach Anlageziel können weitere Anlageklassen ergänzend eingesetzt werden.

Welche Rolle spielt die Aktienquote bei Diversifikation und Risiko?

Die Aktienquote beeinflusst maßgeblich das Risiko und die Schwankungsintensität eines Portfolios. Eine niedrige Aktienquote wird meist defensiver ausgerichtet, während eine höhere Aktienquote stärkere Wachstumschancen, aber auch höhere Schwankungen mit sich bringen kann.

Kann Diversifikation Risiken vollständig ausschließen?

Nein, Diversifikation kann Risiken reduzieren, aber nicht vollständig vermeiden. Marktrisiken bleiben bestehen, da sich mehrere Anlageklassen in bestimmten Marktphasen ähnlich entwickeln können. Eine strukturierte Portfolio­zusammensetzung kann jedoch helfen, extreme Abhängigkeiten zu begrenzen.

Weitere häufig gestellte Fragen und Antworten finden Sie in unserem FAQ-Bereich.